Der Kleine Kuschelhase oder Wie die Dinge wirklich werden

Das Originalbuch

Eine meiner Lieblingsgeschichten ist Der Kleine Kuschelhase von Margery Williams. Wenn ich sie meinen Kindern vorlese, heule ich mich meistens durch, denn die Geschichte bewegt mich jedes Mal. Ein kleiner Kuschelhase möchte echt werden, wirklich lebendig werden, wie die anderen Hasen im Wald. Er führt ein Gespräch mit dem ältesten Spielzeug im Kinderzimmer: das Schaukelpferd. „Bevor du Leben in dir hast, musst du wirklich werden.”„Was heißt wirklich?” fragte das Plüschkaninchen, „heißt es, dass du so ein Brummen im Bauch hast und eine Kurbel zum Aufziehen aus dir rausguckt?”„Wirklich ist nicht so wie du gemacht bist,” sagte das Schaukelpferd, „sondern etwas, das mit dir passiert. Wenn ein Kind dich lange Zeit liebt, wenn du nicht nur zum Spielen da bist, sondern wenn es dich tatsächlich liebt, dann wirst du wirklich.” „Tut das weh?” fragte der Hase. „Manchmal ja,” sagte das Schaukelpferd, denn es sagte immer die Wahrheit. „Aber wenn du wirklich bist, dann macht es dir nichts aus, dass es weh tut.”„Passiert es auf einmal, so wie wenn man aufgezogen wird,” fragte es, „oder immer nur ein bisschen?”

„Es passiert nicht auf einmal,” sagte das Schaukelpferd, „wirklich wirst du nur langsam, es dauert ziemlich lange. Deshalb passiert es nicht oft Leuten, die leicht kaputtgehen oder die scharfe Kanten haben oder die man sorgsam aufheben muss. Im allgemeinen ist zu der Zeit, wenn du wirklich geworden bist, das meiste von deinem Fell schon weggeliebt, die Augen fallen dir raus, deine Gelenke sind lose und du bist schon ein bisschen schäbig. Aber all das ist unwichtig, denn wenn du erst einmal wirklich bist, kannst du nicht mehr hässlich sein, außer für Menschen, die nichts kapieren.“
Nachdem das Kind Scharlach bekam, mussten seine Plüschtiere verbrannt werden. Der Plüschhase weinte bitterlich. Aber dann passierte etwas Merkwürdiges. Eine Blume entsprang vom Boden, wo seine Tränen hingefallen waren und eine Fee kam aus der Blume. Sie küsste den kleinen Hasen auf der Nase. „Ich bin die magische Fee des Kinderzimmers. Ich kümmere mich um all die Spielzeuge, die von den Kindern geliebt wurden. Wenn sie alt und schäbig sind und die Kinder sie nicht mehr brauchen, komme ich und nehme sie mit und verwandle sie in Wirklich.“Sie flog mit dem kleinen Hasen in den Wald, küsste ihn nochmals und legte ihn ins Gras. Er saß still, denn er wusste nicht, dass die Fee ihn mit diesem zweiten Kuss ganz verändert hatte. Etwas kitzelte an seiner Nase. Er hob seine Hinterpfote und merkte, dass er Beine hatte! Er sprang auf und die Freude, seine hinteren Beine benutzen zu können war so groß, dass er anfing herumzulaufen und seitwärts zu springen, wie die anderen Hasen auch taten. Er war so begeistert, dass er nicht merkte, dass die Fee wieder weg war. Er war endlich ein wirklicher Hase, endlich zu Hause mit den anderen Hasen.
Die Liebe, die wir geben und bekommen, macht uns echt, oder wirklich. Aber die Liebe Gottes, der uns ganz verändern kann, wie der Kuss der Fee, gibt uns neues Leben und versetzt uns in eine andere Dimension, in der wir weit nach unserem Tod noch wirklich sein können, ja, sogar noch wirklicher als wir es jetzt sind.
Was ist für Dich Wirklich?

Die Geschichte ist teilweise hier von mir übersetzt, da ich keine Deutsche Version besitze.

Sind Atheisten gläubig?

20140726_032308Ich bin nicht gläubig!

„Ich bin nicht gläubig,“ sagen manchmal meine atheistischen Freunde. Ich liebe sie von Herzen und ich verstehe, was sie meinen. Aber man kann an vieles glauben! Wir glauben daran, dass die Sonne morgen wieder aufgeht. Wir glauben daran, dass Dinge zum Boden fallen, wenn wir sie aus der Hand lassen. Wir glauben an unsere eigene Existenz. Wir glauben daran, des es Dinge gibt, für die es sich lohnt zu leben. Ob geliebte Personen, Arbeit, Besitz, Urlaub, Freiheit, usw. Daran glauben wir, weil sie unsere Taten beinflussen. Wir zweifeln nicht alles an. Und so sind alle Menschen gläubig, ob religiös oder atheist. Das, was ich ins Zentrum meines Lebens stelle, das, was mir alles bedeutet, ist letztenendes mein funktioneller gott.  Es ist das, was ich anbete.

Wie kann ich herausfinden, ob ich einen funktionellen gott habe?

„Wofür lebe ich ?“ ist eine super Frage, um herauszukriegen, was mein funktioneller gott ist. Oder „ich könnte ohne ………….(fülle die Lücke selbst) nicht leben!“ Das ist mein funktioneller gott. Es können gute Dinge sein wie  ein Kind, eine Liebesbeziehung, eine Berufung. Es könnten Gesundheit, Intelligenz, Sport, Selbstbestimmung oder sonst noch etwas tolles sein. Was wir in unserem Leben absolutem Wert zuschreiben ist unser funktioneller gott. Das heisst, dass jeder Mensch auf irgendeiner Art und Weise gläubig ist und sich von seinem gott bestimmen lässt.

Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dImage result for free picture of worshipein Herz. (Mat 6:21)

Die Frage bleibt offen: „Wer oder was ist dein gott?“ Verdient dieser gott deine Anbetung wirklich?“

Warum glaube ich an Gott?

Kurz und einfach, weil ich es nicht anders kann. Nenne mich feige oder verrückt, aber es ist einfacher für mich zu glauben, dass unsere Welt, die Menschen, die Natur, die Schönheit durch einen Schöpfer entstanden sind, als durch Zufall. Ich bin ein Skeptiker dem Zufall gegenüber, weil unsere Realität sowas von komplex und geordnet ist. Image result for free pictures of dice

1. Das Wunder des Universums

Das grösste Wunder überhaupt ist die Entstehung des Universums. Dass unser ganzes Universum aus einem Mikropunkt explodiert ist, ist ein Wunder. Wie konnte die ganze Materie des ganzen Universums aus diesem Mikropunkt entstehen? Was führte zum Big Bang? Wie kann Materie aus dem Nichts kommen? Das kann die Wissenschaft gar nicht erklären.

2. Das Wunder des Menschen

Menschen sind wunderbare Geschöpfe, nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ihre Biologie ist extrem komplex und funktionell. Sie sind zu wahnsinnigen Sachen fähig. Sie sind schöpferisch, sie können lieben, Kunst produzieren, himmlische Musik komponieren. Das allles hat keinen Sinn in einem rein evolutionären Schema. Kunst dient nicht der Macht des Stärkeren.

3. Das Wunder von Sehnsucht und Moral

Warum haben Menschen ein Gespürr von Gut und Böse? Warum sind wir ethische Wesen? Warum sehnen wir uns nach Frieden, nach dem Perfektem? C.S. Lewis schrieb:

Wenn ich in mir eine Sehnsucht spüre, die durch keine Erfahrung der Welt gestillt werden kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde (A Mind Awake).

3. Das christliche Weltbild erklärt für mich am Besten den Zustand der Dinge

Wie kann es sein, dass der Mensch, der so wunderbar ist, solcher Gewalttaten fähig ist? Warum ist der Tod so schmerzhaft? Wie kann es sein, dass der Mensch einerseits immer gegen den Zerfall der Dinge kämpft und anderseits selbst dazu beiträgt? Die christliche Weltanschauung, die ihre Sicht aus der Bibel holt, erklärt es folgendermassen. Gott ist der allmächtiger Schöpfer aller Dinge, der die Menschen, Mann und Frau, nach seinem Bild geschaffen hat. Er gab ihnen die Aufgabe, sich um seine Schöpfung zu kümmern und sie zu beschützen. Er gab ihnen die Wahl, in Gemeinschaft mit ihm und nach seinen Ordnungen zu leben, aber der Mensch entschied sich, sich selbst in den MIttelpunkt zu stellen und entfremdete sich von Gott. Dadurch kam Feindschaft und Tod in die Welt. Der Mensch entfremdete sich nicht nur von Gott, sondern auch von anderen Menschen und von der Natur. Zerfall trat in alle Beziehungen hinein.

4. Das christliche Weltbild erklärt für mich am Besten die Lösung des menschlichen Problems

Es gibt verschiedene Versuche, den Menschen zu verbessern. Wir versuchen durch Politik, Erziehung, Bildung und Medizin die Rahmenbedingungen besser zu machen, damit der Mensch gedeihen kann. Sicherlich spielen diese eine Rolle, aber wie die Geschichte zeigt, sind auch reiche, gesunde, gebildete Leute immer noch fähig, schreckliche Dinge zu tun. Durch Psychologie, Psychotherapie und diverse psychiatrischen Behandlungen versuchen wir den Menschen seelisch gesund zu machen. Aber die von Gott gegebene Lösung ist radikaler. Das Problem ist das von Gott abgewandtes Herz! Aber Gott verspricht uns:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, daß ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt (Eze 36:26-27).

5. Gott ist erfahrbar und relevant

Die Lösung des menschlichen Problems liegt nicht im Menschen selbst. Das ist die schlechte Nachricht. Wir können uns nicht selbst gesund machen. Wir brauchen jemanden, der ausserhalb unseres kapputten Herzen steht, der uns wieder gesund macht. Hier wird es heikel und hier hören die meisten Menschen auf, tiefer in die christliche Botschaft hineinzuschauen. Denn hier fängt es mit Jesus an. Gott macht sich in Jesus bekannt und erfahrbar. Ich kann hier nicht alles über Jesus erklären, wie er war, was er alles gemacht hat. Man muss sich einfach die Zeit nehmen, die Evangelien zu lesen, um selber zu sehen, wer Jesus war. Aber kurzgefasst hat Jesus ein perfektes Leben geführt, hat Menschen geheilt, hat über Gott erzählt, ist am Kreuz gestorben. Die Bibel sagt, dass Jesu Tod, ein Sühnopfer für all unsere Schuld und Versagen war. Hier wird es noch schwerer. Wir müssen erkennen, dass wir schuldig vor Gott geworden sind, indem wir ihn abgelehnt haben und selbstständig gelebt haben. Ouch! Das mag keiner hören. Aber nur in Demut können wir sein Geschenk der Gnade annhemen. Das Geschenk der Gnade is ein neues Leben. Die gute Nachricht ist, dass wir durch einen persönlichen Glauben an Jesus ein neues Herz und Versöhnung mit Gott bekommen.

Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt hat (2 Ko 5:17-18).

Nicht nur das, sondern Gott verspricht auch ein neues Leben für hier und jetzt und ewiges Leben nach dem Tod.

Und seine Verheißung an uns ist das ewige Leben (1Jo 2:25).

6. Einfach ausprobieren

Wenn das dir alles zu komisch erscheint, dann versuche erstmals eine bessere Lösung zu finden. Ich habe keine Bessere gefunden. Blaise Pascal, der im 17. Jahrhundert lebte, hat es in Form einer Wette formuliert:

Ihr sagt also, daß wir unfähig sind zu erkennen, ob es einen Gott gibt. Indessen es ist gewiß, daß Gott ist oder daß er nicht ist, es gibt kein Drittes. Aber nach welcher Seite werden wir uns neigen? Die Vernunft, sagt ihr, kann aber nichts entscheiden.

Es muß gewettet werden, das ist nicht freiwillig, ihr seid einmal im Spiel und nicht wetten, daß Gott ist, heißt wetten, daß er nicht ist. Was wollt ihr also wählen?  Ihr habt zwei Dinge zu verlieren, die Wahrheit und das Glück und zwei Dinge zu gewinnen, eure Vernunft und euern Willen, eure Erkenntniß und eure Seligkeit, und zwei Dinge hat eure Natur zu fliehen, den Irrtum und das Elend. Wette denn, daß er ist, ohne dich lange zu besinnen, deine Vernunft wird nicht mehr verletzt, wenn du das eine als wenn du das andre wählst, weil nun doch durchaus gewählt werden muß. Hiemit ist ein Punkt erledigt. Aber eure Seligkeit? Wir wollen Gewinn und Verlust abwägen, setze du aufs Glauben, wenn du gewinnst, gewinnst du alles, wenn du verlierst, verlierst du nichts. Glaube also, wenn du kannst.“

Blaise Pascal

Kurz zusammengefasst, wenn du nicht an Gott glaubst, und es stellt sich am Ende heraus, dass es doch wahr ist, verlierst du alles. Wenn du aber an Gott glaubst und es stellt sich am Ende heraus, das es nicht wahr ist, verlierst du nichts. Probiere es mit Gott. Du wirst nichts verlieren…

7. Bete

Wenn Gott existiert und die Menschen liebt, nehmen wir an, dass er gefunden werden möchte. Bete zu ihm, auch wenn du noch nicht 100% glaubst, dass er da ist. Wer weiss, was da passiert!

Gott und Sexualität: Auch Frauen kämpfen mit Lust

woman magLust… Obwohl Männer keine Tiere sind, die ihren sexuellen Trieben hilflos ausgeliefert sind, ist es doch für sie ein Kampf, ihren Blick und ihre Gedanken rein zu halten. Was meine ich damit? Männer, die Gottes Wort ernst nehmen, wollen ihren Frauen nicht nur in Taten, sondern auch in Gedanken treu bleiben. Jesus hatte selbst gesagt, dass Angelegeneheiten des Herzens ihm genau so wichtig sind als Äusserlichkeiten. Jesus sagt in der Bergpredigt, „Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“ (Mat 5:27-28). Aber wie ist das mit den Frauen? Sind sie an dieser Stelle freier? Wenn wir den Spieß umdrehen und sie eins-zu-eins mit den Männern vergleichen, dann tun wir damit keinem einen Gefallen, denn Männer und Frauen kämpfen auf unterschiedliche Weise. Trotzdem gibt es Frauen, die damit kämpfen, dass sie den Körper von Männern begehren, manchmal sogar den von Frauen, wenn sie von ihrem eigenen Geschlecht angezogen werden. Aber ich würde sagen, dass die meisten Frauen, insbesondere die verheirateten, nicht glauben, dass wir Frauen mit sexueller Lust zu kämpfen haben, was uns gefühlt auf eine höhere moralische Ebene als die Männer stellt. Wir denken dann etwa so: „Warum kämpfen Männer ständig mit ihrer Lust auf Frauen? Ich begehre nicht den Körper anderer Männer!“

1. Der Kampf der Frau mit der Begierde

Wenn eine schöne Frau einen Raum betritt, oder ihr Bild auf einem Bildschirm oder einer Reklametafel erscheint, zieht sie alle Blicke auf sich. Auch die Frauen gucken hin. Während der innere Dialog des Mannes etwa so klingen könnte: „Wie es wäre es wohl, mit diesem Körper Sex zu haben…“, wird eine Frau eher denken: „Wie wäre es wohl, wenn ich einen solchen Körper hätte?“ Die Männer begehren den Körper, und die Frauen begehren den Körper. Sie wollen selbst den Körper haben, von dem jeder magisch angezogen wird. Lust definiert der Duden einmal als „heftiges, auf die Befriedigung sinnlicher, besonders sexueller Bedürfnisse gerichtetes Verlangen,“ oder aber als das „innere Bedürfnis, etwas bestimmtes haben zu wollen.“ Wenn ein Mann seine Form von Lust auslebt, indem er Pornografie konsumiert, Prostituierte besucht, Ehebruch begeht oder sogar jemanden vergewaltigt, indem er sich mit Gewalt den Körper nimmt, den er begehrt, dann ist das offensichtlich falsch oder sogar kriminell. Aber wie sieht es aus, wenn eine Frau ihrer Lust nachgibt? Sie kann sich nicht den Körper nehmen, den sie gerne hätte, also was macht sie? Ihr Begehren bleibt größtenteils verborgen, aber hier sind einige eindeutige Kennzeichen ihres Kampfes, die ich in der ersten Person beschreiben werde, weil ich damit auch kämpfe.

2. Die Anzeichen für den Kampf

  • Selbstmitleid

Das erste Gefühl, das Lust in einer Frau aufbringt, ist Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Körper. Wir haben unseren eigenen Körper mit dem von jemandem anderen verglichen und haben dabei den Kürzeren gezogen, und das bereitet uns Unbehagen. Wir stellen uns vor, dass die andere Frau begehrenswerter ist, mehr Selbstvertrauen hat, und dass es ihr insgesamt besser geht. Das führt zu Selbstmitleid.

  • Unsicherheit

Wenn wir uns selbst bemitleiden, führt das zu dem Gefühl der Unsicherheit. Wir fühlen uns in unserer eigenen Weiblichkeit bedroht und fangen an, uns Sorgen über unseren Ehemann, oder Verlobten oder Freund zu machen, dass er vielleicht eine neue Person anziehender finden könnte. Wir transponieren diese subjektive Angst in die Realität. Weil ich mit Lust kämpfe, muss der Mann es noch viel mehr tun, und wir denken, dass unsere Beziehung immer wieder von attraktiven Frauen bedroht wird, denen wir begegnen. Unsere Beziehung wird unsicher, und wir machen uns Sorgen, ob er uns untreu wird.

  • Kritiksucht

Wir sind der Meinung, dass wir andere Frauen schlechtmachen müssen. Wir versuchen, diesen Kampf weg zu rationalisieren, indem wir in unserer Vorstellung das Kampffeld einebnen. Wir denken etwa so: „Nun, sie ist vielleicht außerordentlich attraktiv, aber sie ist wahrscheinlich nicht allzu intelligent“ oder „ihre Haare sind vollkommen, aber ihre Beine möchte ich nicht haben.“ Wir würden nie etwas grausames äußern, aber wir denken so, damit wir uns besser fühlen.

  • Aktivismus

Wenn wir uns dann noch nicht besser fühlen, dann begeben wir uns in den nie endenden Teufelskreis der Selbstverbesserung. Wir meinen, wir müssten Grund wiedergewinnen, weil unser Platz an der Spitze bedroht worden ist. Dies ist eine Form der Werkgerechtigkeit, bei der wir versuchen, uns selbst und der Welt um uns herum und letztlich sogar Gott zu beweisen, dass wir uns in unser eigenes Bild verwandeln können – das perfekte Bild, das wir geschaffen haben, das zu erreichen wir so verzweifelt versuchen. Wir beschließen eine neue Diät, stellen neue und bessere Trainingspläne auf, kaufen neue Kleidung und Kosmetik, damit wir äußerlich attraktiver aussehen.

3. Das Hauptproblem

Unsere Streben nach dem Körper einer anderen Frau ist ein Symptom für die tiefe Unzufriedenheit mit unserem Aussehen, und hat im Wesentlichen mit Stolz zu tun. Wir sind der Meinung, dass wir Besseres verdient hätten. Als ich noch ein Teenager war, und damit kämpfte, meinen Körper und alle seine Veränderungen zu akzeptieren, sagte meine Mutter einmal zu mir: „Wenn du dich über deine Figur beklagst, dann ist das für Gott ein Schlag ins Gesicht.“ Wow! Das machte mich wach! Meine Unzufriedenheit mit meinem Körper schrie Gott an: „Du hast mich falsch geschaffen.“ Aber hatte er nicht als mein Schöpfer das Recht, mich so zu machen, wie es ihm gefällt? Schaut Gott nicht seine Schöpfung an, und verkündet, dass sie „gut“ ist? (1. Mose 1). Wer bin ich, ihm da zu widersprechen?

4. Die Lösung

Unser Leib ist Gott nicht unwichtig, und wir müssen als gute Verwalter für ihn auf die rechte Weise sorgen. Wir sollten das Richtige essen, regelmäßig Sport treiben, genug schlafen, usw. Trotzdem beeinflusst der Sündenfall unseren Körper, so dass er altert, Falten bekommt, schlaff wird und schließlich sogar stirbt. Gott weiß das und hat in seiner Barmherzigkeit Jesus geschickt, um am Kreuz zu sterben und die Auswirkungen des Fluches nach dem Sündenfall umzukehren. Durch die Auferstehung hat Gott uns versichert, dass er dazu in der Lage ist, alles neu zu machen, und dass er schon damit angefangen hat. Aber interessanterweise hat Gott angefangen uns von innen nach außen zu erneuern, nicht von außen nach innen. „Das sind also die Gründe, weshalb wir uns nicht entmutigen lassen. Mögen auch die Kräfte unseres äußeren Menschen aufgerieben werden – unser innerer Mensch wird Tag für Tag erneuert.“ (2. Kor 4,16). Gott fängt mit unserem Herzen an, weil das der Ort ist, wo das Hauptproblem liegt: die Sünde. Die Sünde ist nicht ein Begriff, den wir lieben, aber es ist einfach die Tendenz in uns allen uns selbst mehr zu lieben als alles andere. Es ist auch nicht etwas worüber wir gern reden, da wir lieber die dunklen Seiten unseres Herzen verdecken. Aber Gott kann in die Winkel unseres Herzens sehen, wo die finsteren, begehrlichen und selbstzerstörerischen Gedanken liegen, und kann beschließen, mit seinem hellen Licht in diese Winkel hineinzuleuchten. Wenn wir unsere Herzen durch die Brille seiner befreienden Pläne sehen, werden wir erkennen, dass hier der Geist Gottes mit seiner Veränderung anfängt, uns zur Buße bringt und uns neue Ziele schenkt. Die restlichen Folgen des Sündenfalls werden am jüngsten Tag überwunden, und dann werden wir auch vollkommene Leiber erhalten, die zu unseren vollkommenen Herzen passen.

Vielleicht frustriert Gott uns aus diesem Grund immer wieder in unserem Bestreben, uns selbst von außen nach innen zu verbessern. Er will, dass wir zu der Erkenntnis kommen, dass wir für etwas Besseres geschaffen wurden! Wenn wir uns selbst zu einer Frau machen wollen, deren Bild auf den idealen beruht, die uns in Frauenzeitschriften vorgestellt werden, oder wenn wir uns mit anderen Frauen vergleichen, die wir bewundern, dann ist das nicht Gottes Ziel für uns, das wäre viel zu mickrig! Ja, diese Magazine können sogar genauso schlecht für unsere Seele sein wie die Pornos für die Seele der Männer. Sie führen uns in mehr und mehr Unzufriedenehit. Stattdessen möchte Gott, dass wir uns in das Bild seines Sohnes Jesus verwandeln, welcher der vollkommene Mensch ist. Er will, dass du und ich das vollkommene du und ich werden, dass wir ein Leben in Fülle führen, dass wir seine Freude genauso erleben, wie er sich uns gedacht hat und dass wir uns darauf freuen, dass seine Ziele mit uns erreicht werden. Lasst uns nicht unsere kostbare Zeit damit verschwenden zu versuchen, jemand anders zu sein, sondern wir sollten danach streben zu erkennen, was Gott für uns für unser hier und jetzt geplant hat. Wenn wir allein bei Gott unsere Zufriedenheit finden, dann macht das dich und mich zu unwiderstehlich attraktiven Frauen, von innen und von außen, weil seine Liebe durch uns hindurch leuchtet, damit die Welt sie sehen kann.

Wichtiger Hinweis Dieser Artikel will auf keinerlei Weise den echten Kampf herunterspielen, den Frauen mit sexueller Begierde haben, der durch die weitverbreitete Pornografie noch verschärft wird. Viele Frauen sagen, dass sie davon abhängig sind. Dies ist ein großer Kampf für alleinstehende Frauen, in dem sie häufig allein dastehen. Aber du bist nicht allein. Es gibt großartige Hilfsgruppen für solche Probleme, etwa Harvest USA (http://harvestusa.org/), X3 (http://xxxchurch.com/) das Weiße Kreuz (http://www.weisses-kreuz.de) oder Wüstenstrom (http://www.wuestenstrom.de),

Übersetztung aus dem Englischen von Ron Kubsch. Originalartikel hier